Home / eSport / eSport Leuchtturm Schleswig-Holstein

eSport Leuchtturm Schleswig-Holstein

„… im Norden ist sie nie zu sehen“ heißt es im bekannten Merkgedicht über den Verlauf der Sonne. Was für die Sonne gelten mag, gilt aber mitnichten für den eSport.

„Wir freuen uns heute Timo Schöber als Gastautor begrüßen zu dürfen. Als Consultant veröffentlichte er bereits mehrere Publikationen zum Thema eSport und ist derzeit Head of Esportionary.net sowie Pressesprecher des eSports Nord e.V. aktiv. Zu seinen Veröffentlichungen zählt auch das Buch ´Bildschirm-Athleten: Das Phänomen e-Sports´.“

In Schleswig-Holstein erlebt der eSport gegenwärtig ein beachtliches Maß an Anerkennung und struktureller Entwicklung. Im nördlichsten Bundesland zeichnen sich vielerlei Potenziale und Planungen ab, die den eSport deutschlandweit voranbringen und als Referenz für andere Bundesländer dienen könnten.

An der Fachhochschule Westküste in Heide wird an der Schaffung einer eSport Akademie gearbeitet. In der geplanten Forschungseinrichtung sollen nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen stattfinden, sondern es sind auch Konzepte für ein ganzheitliches Training und sogar Studiengänge in der Mache. Insofern hätte Schleswig-Holstein hier deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt zwar bereits Studienmöglichkeiten zum eSport, etwa in Augsburg (Jura) und Ismaning (Management), aber eine reine eSport Akademie wäre ein neues Level in Sachen akademischer Ausbildung.

In Kiel arbeitet man intensiv an der Schaffung des bundesweit ersten Landeszentrums für eSport. Hier sollen eine Infrastruktur für den Profi- und Breitensport geschaffen, sowie Möglichkeiten zur Aufklärung zum eSport konzipiert werden. In der Schleswig Holsteinischen Landeshauptstadt wäre ein solches Zentrum gut aufgehoben, da der eSport im hohen Norden bereits heute auf ein hohes Maß an Akzeptanz trifft.

Mit dem eSports Nord e.V. hat in Schleswig-Holstein ein bekannter Verein ehrenamtlich Engagierter seinen Sitz. Der Verein befindet sich auf einem guten Weg zur Schaffung eines eigenen Vereinsheims in der nördlichsten kreisfreien Stadt Deutschlands: Flensburg. Durch die Grenznähe zu Dänemark sind diverse Synergieeffekte und Kooperationen zu erwarten. Darüber hinaus stammen die Mitglieder aus dem gesamten Bundesland sowie Hamburg, wodurch das Vereinsheim auch überregionale Bedeutung erhalten würde.

Die Nordish Gaming Convention in Husum, eine der größten und am besten organisierten LAN-Partys in Deutschland, hat bereits mehrfach gezeigt, wozu Schleswig-Holstein in Sachen eSport in der Lage ist. Mit dem „eSport-Summit @ Messe Husum & Congress“ wurde außerdem deutlich gemacht, dass auch Podiumsdiskussionen und fundierte Gespräche zum Thema von vielen Seiten, auch außerhalb des eSports, sehr positiv aufgenommen werden.

Von politischer Seite sind bereits 500.000 Euro für die Förderung des eSports in Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt worden. Dies beinhaltet einerseits die Unterstützung von Projekten wie den oben genannten, andererseits aber auch zum Beispiel die Subventionierung von der Trainerausbildung des eSport-Bundes Deutschland für Teilnehmer aus dem hohen Norden. Ein derartiges Maß an politischer Unterstützung ist einmalig in Deutschland und zukunftsweisend.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Schleswig-Holstein vor allem in Sachen Forschung, Breitensport und politischer Anerkennung ein Leuchtturm in Deutschland ist – hoffentlich mit einer ausreichenden Strahlkraft für den eSport im gesamten Bundesgebiet.

Ich persönlich blicke mit großen Erwartungen und viel Vorfreude in die Zukunft.



Lesen sie auch

1. FSV Mainz 05 hat seinen FIFA Kader für die neue Saison aufgefrischt

Pünktlich vor Beginn der zweiten eSports-Saison seiner Vereinsgeschichte hat der 1. FSV Mainz 05 seinen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.