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eSport-Science-Lab entsteht am DFB-Gründungsort Leipzig

Der sächsische Fußballverband und die Hochschule Mittweida kooperieren künftig im Bereich eSport. Am heutigen Montag unterzeichneten beide eine Vereinbarung, nach der in Leipzig ab 2019 eine so „eSport-Science-Lab“ aufgebaut werden soll.

Als Ort haben sich der sächsische Fußballverband und die Hochschule für den Gründungsort des Deutschen Fußball-Bunds in der Leipziger Büttnerstraße entschieden. Dort sollen in zwei Räumen sowohl innovative Experimentier- und Praxisprojekte als auch zukunftsweisende, neue Formate getestet werden.

Sachsens Fußballchef Hermann Winkler sagte dem MDR: „Das DFB-Gründungshaus wird mit Leben erfüllt, der Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule und dem Sächsischen Fußball-Verband sichert langfristig die Nutzung. Es gibt viele, die eSport oder eSoccer als Gefahr für den Vereinssport sehen, ich sehe es als Chance. Wir wollen die Jugendlichen von den Sofas holen und einen Ort schaffen, an dem sie sich treffen und spielen können. Das Spielen möchten wir in die richtigen Bahnen lenken, weg von den Ballerspielen. eSport ist eine Entwicklung, da kommt man nicht mehr dran vorbei. Da wollen wir Vorreiter sein.“

Die Hochschule Mittweida begleitet die Entwicklung von Gaming und eSport seit mehreren Jahren. Eines der Forschungsgebiete ist die Digitalisierung des Sports mit besonderem Fokus auf eSport. Christof Amrhein, Professor für medienübergreifende Bewegtbildproduktion, produzierte am 8. November 2018 mit Studierenden der Fakultät Medien das Beat Saber Masters Germany, die erste VR-Gaming-TV-Show im deutschsprachigen Raum.

„Die wissenschaftliche Expertise der Hochschule Mittweida und ihre praxisnahe Ausrichtung sind in Medien und eSport herausragend. Sie ist damit der perfekte Partner für die Zukunft des Sächsischen Fußball-Verbands“, schwärmt SFV-Präsident Hermann Winkler. „Gegenseitige Unterstützung in der Ausbildung, gemeinsame Publikationen und Veranstaltungen sowie die wissenschaftliche Begleitung von Projekten im SFV eröffnen unserem Verband bisher unvorstellbare Möglichkeiten.“

„Mit dem Gründungshaus des DFB wird eine Wirkungsstätte eines unserer bedeutendsten Absolventen ein Ort für die Verbindung von Sport und Wissenschaft“, erklärt Prof. Dr. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida. „Udo Steinberg war Sportpionier und als Mittweidaer Student bereits vor seiner Zeit als Stürmer des FC Barcelona maßgeblich an der Gründung des Deutschen Fußball-Bunds beteiligt. Der Fußball begann Anfang des 20. Jahrhunderts die Massen in seinen Bann zu ziehen, eSport ist sein heutiges Pendant – mit großem Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten und künftige Führungspersonen dieser Branche im Gründerhaus des DFB akademisch auszubilden, verstehen wir als unseren Auftrag.“

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